Böse, blöde Schreibblockade (2)

  • von DID64797
  • 24 Jun, 2017

Ideen zur Überwindung

Schreibblockaden kommen u. a. von und verursachen Stress. Wichtiges Gegenmittel: Entspannung

Die böse, blöde Schreibblockade kann sehr anhänglich sein.

Ich glaube, zwischen ein paar Tagen und einigen Jahren ist jeder erdenkliche Zeitraum möglich. Was kann man tun, um die Schreibblockaden zu überwinden?
Ist man sich klar darüber geworden, wo das Häschen im Pfeffer liegt, ist es sicher am einfachsten, die Blockade aufzulösen.
Beispiel: Ich selbst. Ich kann keine Krimis schreiben, also lass ich's!

Kniffliger ist es, wenn wir zwar schreiben, was uns sehr am Herzen liegt und Spaß macht, aber unter Druck, weil wir Abgabetermine einhalten wollen, die Deadline für den Redaktionsschluss netterweise bereits zwei mal für uns verschoben wurde oder weil wir uns selbst ein ehrgeiziges Ziel gesetzt haben. Es mag sein, dass wir gerade noch einer guten Idee folgten und flüssig drauflos schrieben. Doch plötzlich, völlig unerwartet gerät unser Schreibfluss ins Stocken. Sackgasse!

Solcher Druck sitzt dermaßen im Nacken, dass unsere Gedanken wie erstarrt sind. Wir eiern durch den Wendehammer einer Gehirnwindung und finden die Ausfahrt nicht mehr wieder.

Druck und Ehrgeiz sind zwei ganz giftige Stachel für unsere Kreativität.

Unter Druck kann sie nicht gedeihen, sich nicht entfalten. Und verfolgen wir allzu ehrgeizig ein konkretes Ziel mit unserer Schreiberei, treibt unsere eigene  Kritiksucht  die wildesten Blüten.

Hier hilft nur, sich zu entspannen. Am besten gehen wir raus aus der Situation und tun etwas, das mit der Sache gar nichts zu tun hat. Gehen wir spazieren, joggen, fahren Rad, schwimmen oder trinken möglichst gemütlich eine Tasse Kaffee, treffen wir einen Freund oder gönnen uns eine Massage.

Wichtig dabei ist: LOSLASSEN. Je besser wir loslassen können, umso eher kommen uns die Gedanken, die uns weitermachen lassen, wieder. Zugegeben, das braucht Übung. Aber es lohnt sich.

Anders verhält es sich, wenn der Kreative überhaupt keine Ideen mehr findet, die ihn packen, begeistern und in Leidenschaft entflammen lassen. Das ist echt schlimm, finde ich. Solchen Zustand kenne ich selbst sehr gut. Es ist dann nicht Unzufriedenheit mit dem Geschriebenen oder übertriebene Kritiksucht, sondern schlicht Leere. Schlimme, belastende Leere.

Auch hier hilft es, die Dinge nicht erzwingen zu wollen. Lassen wir sie ruhen. Nehmen wir Abstand. Wir können verreisen oder einem Hobby frönen, Zeit mit Freunden verbringen und vielleicht mal wieder selbst etwas lesen, das andere geschrieben haben ...

Wer schreiben will, muss lesen!

Im Lesen entsteht häufig neue Kreativität. Es sind manchmal Textpassagen oder auch nur eine einzelne Zeile, deren Inhalt etwas in uns auslöst. Dem können wir folgen. Eine Garantie für eine packende Idee ist das eventuell nicht - aber eine Chance.

Eine weitere Möglichkeit ist das Schreiben einfach mal so . Aus Lust und Laune herumschreiben. So etwas geht gut z. B. in einem Café. Die Gespräche an den anderen Tischen, die an unser Ohr dringen, können recht interessant sein. Ebenso die Beobachtung der Besucher. All das kritzeln wir auf einen Block. Ohne jede Bewertung, ohne jedes tiefere Nachdenken über die Brauchbarkeit schreiben wir auf, was wir hören und sehen. Später kann man damit herrlich Brainstorming betreiben. Es kann sehr überraschend sein, was dabei herauskommt...

Spielen ist auch eine Chance, zurückzufinden zu einer Leichtigkeit, in der die Ideen zu uns zurückfinden. Was gespielt wird, ist egal: Mensch ärgere dich nicht, Monopoli, Dart, Badminton oder Tennis, vielleicht Fußball?

Hauptsache, der Geist ist anderweitig konzentriert. In Bewegung lenken wir die Aufmerksamkeit unserer festgefahrenen Gedanken aus dem Kopf in unseren Körper. Das hilft zusätzlich.

Kreativität hat viel mit Spiel und Leichtigkeit zu tun, mit Unbefangenheit und mit einer gewissen Ziellosigkeit. Wer lockerlässt, bewahrt sich die Chance, dass die Geschichte, an der er schreiben will, ihre eigene Dynamik behält. Wer dem fertigen Produkt nicht von vornherein mit der Forderung nach Perfektion zu Leibe rückt, hat größere Chancen, etwas Wunderbares zu erschaffen.

Noch ein Tipp von wegen Kritiksucht:

Einfach drauflos schreiben ist am besten - natürlich nicht ganz ohne Hand und Fuß und Roten Faden, ein bisschen Ordnung muss schon sein. Einer Idee zu folgen und das zunächst Geschriebene unbewertet erst einmal stehen zu lassen, sorgt dafür, dass die Sache vorangeht und - zumindest im ersten Entwurf - fertig wird. Das gibt uns ein Gefühl von Zufriedenheit. Hinterher lassen wir es ja eh köcheln . Später gehen wir mit dem Rotstift und gesunder Kritik ans Überarbeiten.

So jedenfalls wird eine Geschichte erst mal eine Geschichte, und wir bleiben nicht schon bei der Idee hängen und blockieren uns selbst. Niemals wären für manche Menschen Träume und Visionen Wirklichkeit geworden, wenn sie sofort den Rotstift hätten tanzen lassen.

Der innere Kritiker muss draußen bleiben, bis wir ihn hereinbitten.

Also fassen wir zusammen:

  1. Wir  tragen die Verantwortung für die Schreibblockade.
  2. Damit haben wir  es in der Hand, sie aufzulösen.
  3. Bewahren wir uns die Lockerheit, die Unbefangenheit, das Kindliche bei unserem Tun. Spinnen wir vergnügt herum .
  4. Wenn's nicht mehr geht - Raus  aus der Situation.
  5. Knechten wir uns nicht selbst, wenn die Kreativität Urlaub macht. Tun wir es ihr gleich!
  6. Ruhe  bewahren. Füllen wir die Zeit mit anderen schönen Dingen...
  7. Schreibübungen können inspirieren (Beispiel: Café)

Hab ich was vergessen?

Fall Sie noch Anregungen und Tipps haben, auf die ich hier nicht gekommen bin, freue ich mich auf Ihre weiterführenden Kommentare und danke bereits jetzt für Ihre Aufmerksamkeit und freundliche Kooperation im Sinne alle Schreibteufel .

 Ich wünsche außerdem fröhliches Kreativ-Sein

Spotsrock-Blog

von DID64797 24 Jun, 2017

Die böse, blöde Schreibblockade kann sehr anhänglich sein.

Ich glaube, zwischen ein paar Tagen und einigen Jahren ist jeder erdenkliche Zeitraum möglich. Was kann man tun, um die Schreibblockaden zu überwinden?
Ist man sich klar darüber geworden, wo das Häschen im Pfeffer liegt, ist es sicher am einfachsten, die Blockade aufzulösen.
Beispiel: Ich selbst. Ich kann keine Krimis schreiben, also lass ich's!

Kniffliger ist es, wenn wir zwar schreiben, was uns sehr am Herzen liegt und Spaß macht, aber unter Druck, weil wir Abgabetermine einhalten wollen, die Deadline für den Redaktionsschluss netterweise bereits zwei mal für uns verschoben wurde oder weil wir uns selbst ein ehrgeiziges Ziel gesetzt haben. Es mag sein, dass wir gerade noch einer guten Idee folgten und flüssig drauflos schrieben. Doch plötzlich, völlig unerwartet gerät unser Schreibfluss ins Stocken. Sackgasse!

Solcher Druck sitzt dermaßen im Nacken, dass unsere Gedanken wie erstarrt sind. Wir eiern durch den Wendehammer einer Gehirnwindung und finden die Ausfahrt nicht mehr wieder.

von DID64797 20 Jun, 2017
Was ist eine Schreibblockade?

Eigentlich stimmt der Name nicht genau, finde ich. Schreiben können wir ja noch. Die Blockade als solche hindert uns jedoch am kreativen Ausdruck für unsere Ideen. Noch schlimmer ist, wir haben nicht mal eine gute Idee.

Mal sehen..., wie fühlt sich so eine Blockade denn an?

Wenn wir eine Idee haben, sitzen wir manchmal vor dem Laptop oder PC und starren auf das leere Dokument. Schneeweiß erwartet dieses "Blatt" von uns, mit vielen schwarzen Buchstaben, Wörtern und Zeilen beschrieben zu werden. Aber wir sitzen nur da, heben ab und zu die Hände über die Tastatur, tippen vielleicht auch ein paar Sätze. Doch dann schauen wir kritisch auf unser Geschreibsel, und wir fühlen nur eine große Unzufriedenheit.

Tack - tack - tack ... die RÜCK-Taste löscht alles weg.

Oder: "alles markieren" - ENTF-Taste drücken und futschikato ist der Text! - Geht schneller.

Völlig ideenlos fühlen wir uns katastrophal, unzulänglich, phantasielos, gebremst, gelähmt, erstarrt, wie versteinert - einfach elend. Und kommt in dieser Verfassung eine Idee daher, ein Funke, der ja ein Schreibfeuer entfachen könnte, dann kritisieren wir diesen Ideenschnipsel aus dieser furchtbaren Grundhaltung heraus in Grund und Boden.

von DID64797 18 Jun, 2017

Manuskriptbearbeitung

Autoren und Autorinnen sind bestrebt, ihr Manuskript möglichst perfekt vorzubereiten. Insbesondere trifft das auf die Selfpublisher zu, die ja ihr Buch verständlicherweise am liebsten vollkommen im Alleingang ans Licht der Öffentlichkeit bringen möchten. Sie wenden daher viel intensive Arbeit auf, es vollkommen und schön zu formatieren.

Die Arbeit mit Word (oder ähnlichen Schreibprogrammen) ist jedoch ziemlich komplex. Die Programme bieten eine ganze Palette von Möglichkeiten zur Voreinstellung, Korrektur, etc., die nur den wenigsten Autoren/Autorinnen bekannt ist.

So führt die eigenständige Formatierung häufig zu Fehlern: die Abstände zwischen den Wörtern sind teilweise viel zu groß, Silbentrennungen sind nicht korrekt, Abstände zwischen Absätzen werden mit Leerzeilen hergestellt, Einrückungen mittels Leertastenbetätigung oder Tabsprüngen. Überschriften werden nicht oder nicht korrekt Formatiert, sodass nachfolgender Text später im Inhaltsverzeichnis mit erscheint, Bilder sind in den "freien", durch Leerzeilen geschaffenen Raum (munter mit ENTER-Tasten-Betätigung hergestellt) eingefügt, sie flattern samt der Bildunterschriften kreuz und quer über die entsprechende Seite oder verschwinden sogar. Seitenzahlen fehlen oder sind nicht korrekt dargestellt, schlimmstenfalls auf jeder Seite manuell unter den fließenden Text gesetzt. Seitenränder stimmen nicht ... die Liste könnte durchaus noch länger sein. Ich nenne hier nur die am häufigsten erscheinenden Fehler, wie ich sie täglich erlebe.

Besonders tückisch dabei sind "Abschnittswechsel". Viele Autoren/innen setzen einen solchen bei jedem Seitenwechsel. Ein Abschnittswechsel jedoch beinhaltet oft eine besondere, vom Schreiber festgelegte Eigenschaft innerhalb eines Abschnitts im Dokument, die sich auf nachfolgende Seiten dahinter auswirkt, bis ein erneuter Abschnittswechsel einen "Wechsel" zu veränderten Eigenschaften festlegt. Wer das nicht weiß und Abschnittswechsel mit der entsprechenden Absicht einfügt, baut unbeabsichtigt Fehler in sein Manuskript, die später leider nicht mit nur einem Mausklick zu korrigieren sind, sondern Zeit kosten (und damit auch Geld, falls ein Lektor mit der Bearbeitung beauftragt wurde).

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