Böse, blöde Schreibblockade (1)

  • von DID64797
  • 20 Jun, 2017

Welcher Autor kennt und fürchtet sie nicht? Eine dauerrote Ampel auf der Straße unserer Kreativität ...

Was ist eine Schreibblockade?

Eigentlich stimmt der Name nicht genau, finde ich. Schreiben können wir ja noch. Die Blockade als solche hindert uns jedoch am kreativen Ausdruck für unsere Ideen. Noch schlimmer ist, wir haben nicht mal eine gute Idee.

Mal sehen..., wie fühlt sich so eine Blockade denn an?

Wenn wir eine Idee haben, sitzen wir manchmal vor dem Laptop oder PC und starren auf das leere Dokument. Schneeweiß erwartet dieses "Blatt" von uns, mit vielen schwarzen Buchstaben, Wörtern und Zeilen beschrieben zu werden. Aber wir sitzen nur da, heben ab und zu die Hände über die Tastatur, tippen vielleicht auch ein paar Sätze. Doch dann schauen wir kritisch auf unser Geschreibsel, und wir fühlen nur eine große Unzufriedenheit.

Tack - tack - tack ... die RÜCK-Taste löscht alles weg.

Oder: "alles markieren" - ENTF-Taste drücken und futschikato ist der Text! - Geht schneller.

Völlig ideenlos fühlen wir uns katastrophal, unzulänglich, phantasielos, gebremst, gelähmt, erstarrt, wie versteinert - einfach elend. Und kommt in dieser Verfassung eine Idee daher, ein Funke, der ja ein Schreibfeuer entfachen könnte, dann kritisieren wir diesen Ideenschnipsel aus dieser furchtbaren Grundhaltung heraus in Grund und Boden.

Kein Leser geht mit uns so brutal ins Gericht wie wir selbst
Meine Gründe für eine Schreibblockade

Ursachen für eine Schreibblockade gibt es eine ganze Menge. Sie sind sehr individuell. Ich selbst bin z. B. nach länger herrschendem Nicht-schreiben-können dahinter gekommen, dass ich keine Krimis schreiben kann, so sehr ich es auch versuche. Jeder Anfang landet nach nur wenigen Seiten im virtuellen Mülleimer. Auch Dramen sind nicht mein Metier. Die ständige Frage danach, "wo ist denn da der Konflikt?" ging mir irgendwann so höllisch auf den Keks, dass ich die Finger vom Drama-Schreiben ließ.

Ich stellte aber fest, dass ich die komische, die locker-flockig-fröhliche Schreiberin bin. So unterhalte ich meine Leser am besten - ich liebe es, wenn sie lachen - und ich selbst.

Meine andere Stärke ist die zeit- und gesellschaftskritische; ich kann dabei sehr komplexe Zusammenhänge so gut in Worte fassen, dass sie (fast) jeder versteht. Und eine dritte Fähigkeit: Ich kann Menschen und Tiere sowie deren Verhalten beschreiben, die Interaktionen gut bildhaft schildern und ihnen passende "Gedanken" verpassen.

Der Grund meiner Schreibblockaden war also die Wahl des falschen Genres .
Andere Gründe ...

... sind Zeitdruck, Leistungsdruck und Hang zur Perfektion sowie übersteigerte Selbstkritik. Wir leben in einer Zeit, in der stets und ständig Spitzenleistungen unter starkem Termindruck möglichst perfekt erbracht werden sollen. Wir werden immer an den Ergebnissen, die gnadenlos einwandfrei zu sein haben, gemessen. Und: Die Konkurrenz auch unter den unzähligen Autoren ist sehr groß. - Dass der Druck solcher Strömungen nicht an uns Autoren vorbeizieht, ohne uns hineinzuziehen, ist klar.

Jeder Künstler ist sich selbst der allerschlimmste Kritiker. Sehe ich Köpfe nicken? Ja, wir wissen es aus eigener Erfahrung nur zu gut. Kritisch zum eigenen Werk zu stehen, ist - in einem gesunden Ausmaß - nicht verkehrt. Aber wir müssen nicht so weit gehen wie van Gogh ... nicht wahr? 

Es ist für uns hilfreicher, wenn wir mit uns nachsichtig und liebevoll umgehen.

 

Was können wir tun, um eine Schreibblockade erfolgreich zu verscheuchen? Das schreibe ich in Teil 2 zum Thema.

Spotsrock-Blog

von DID64797 24 Jun, 2017

Die böse, blöde Schreibblockade kann sehr anhänglich sein.

Ich glaube, zwischen ein paar Tagen und einigen Jahren ist jeder erdenkliche Zeitraum möglich. Was kann man tun, um die Schreibblockaden zu überwinden?
Ist man sich klar darüber geworden, wo das Häschen im Pfeffer liegt, ist es sicher am einfachsten, die Blockade aufzulösen.
Beispiel: Ich selbst. Ich kann keine Krimis schreiben, also lass ich's!

Kniffliger ist es, wenn wir zwar schreiben, was uns sehr am Herzen liegt und Spaß macht, aber unter Druck, weil wir Abgabetermine einhalten wollen, die Deadline für den Redaktionsschluss netterweise bereits zwei mal für uns verschoben wurde oder weil wir uns selbst ein ehrgeiziges Ziel gesetzt haben. Es mag sein, dass wir gerade noch einer guten Idee folgten und flüssig drauflos schrieben. Doch plötzlich, völlig unerwartet gerät unser Schreibfluss ins Stocken. Sackgasse!

Solcher Druck sitzt dermaßen im Nacken, dass unsere Gedanken wie erstarrt sind. Wir eiern durch den Wendehammer einer Gehirnwindung und finden die Ausfahrt nicht mehr wieder.

von DID64797 20 Jun, 2017
Was ist eine Schreibblockade?

Eigentlich stimmt der Name nicht genau, finde ich. Schreiben können wir ja noch. Die Blockade als solche hindert uns jedoch am kreativen Ausdruck für unsere Ideen. Noch schlimmer ist, wir haben nicht mal eine gute Idee.

Mal sehen..., wie fühlt sich so eine Blockade denn an?

Wenn wir eine Idee haben, sitzen wir manchmal vor dem Laptop oder PC und starren auf das leere Dokument. Schneeweiß erwartet dieses "Blatt" von uns, mit vielen schwarzen Buchstaben, Wörtern und Zeilen beschrieben zu werden. Aber wir sitzen nur da, heben ab und zu die Hände über die Tastatur, tippen vielleicht auch ein paar Sätze. Doch dann schauen wir kritisch auf unser Geschreibsel, und wir fühlen nur eine große Unzufriedenheit.

Tack - tack - tack ... die RÜCK-Taste löscht alles weg.

Oder: "alles markieren" - ENTF-Taste drücken und futschikato ist der Text! - Geht schneller.

Völlig ideenlos fühlen wir uns katastrophal, unzulänglich, phantasielos, gebremst, gelähmt, erstarrt, wie versteinert - einfach elend. Und kommt in dieser Verfassung eine Idee daher, ein Funke, der ja ein Schreibfeuer entfachen könnte, dann kritisieren wir diesen Ideenschnipsel aus dieser furchtbaren Grundhaltung heraus in Grund und Boden.

von DID64797 18 Jun, 2017

Manuskriptbearbeitung

Autoren und Autorinnen sind bestrebt, ihr Manuskript möglichst perfekt vorzubereiten. Insbesondere trifft das auf die Selfpublisher zu, die ja ihr Buch verständlicherweise am liebsten vollkommen im Alleingang ans Licht der Öffentlichkeit bringen möchten. Sie wenden daher viel intensive Arbeit auf, es vollkommen und schön zu formatieren.

Die Arbeit mit Word (oder ähnlichen Schreibprogrammen) ist jedoch ziemlich komplex. Die Programme bieten eine ganze Palette von Möglichkeiten zur Voreinstellung, Korrektur, etc., die nur den wenigsten Autoren/Autorinnen bekannt ist.

So führt die eigenständige Formatierung häufig zu Fehlern: die Abstände zwischen den Wörtern sind teilweise viel zu groß, Silbentrennungen sind nicht korrekt, Abstände zwischen Absätzen werden mit Leerzeilen hergestellt, Einrückungen mittels Leertastenbetätigung oder Tabsprüngen. Überschriften werden nicht oder nicht korrekt Formatiert, sodass nachfolgender Text später im Inhaltsverzeichnis mit erscheint, Bilder sind in den "freien", durch Leerzeilen geschaffenen Raum (munter mit ENTER-Tasten-Betätigung hergestellt) eingefügt, sie flattern samt der Bildunterschriften kreuz und quer über die entsprechende Seite oder verschwinden sogar. Seitenzahlen fehlen oder sind nicht korrekt dargestellt, schlimmstenfalls auf jeder Seite manuell unter den fließenden Text gesetzt. Seitenränder stimmen nicht ... die Liste könnte durchaus noch länger sein. Ich nenne hier nur die am häufigsten erscheinenden Fehler, wie ich sie täglich erlebe.

Besonders tückisch dabei sind "Abschnittswechsel". Viele Autoren/innen setzen einen solchen bei jedem Seitenwechsel. Ein Abschnittswechsel jedoch beinhaltet oft eine besondere, vom Schreiber festgelegte Eigenschaft innerhalb eines Abschnitts im Dokument, die sich auf nachfolgende Seiten dahinter auswirkt, bis ein erneuter Abschnittswechsel einen "Wechsel" zu veränderten Eigenschaften festlegt. Wer das nicht weiß und Abschnittswechsel mit der entsprechenden Absicht einfügt, baut unbeabsichtigt Fehler in sein Manuskript, die später leider nicht mit nur einem Mausklick zu korrigieren sind, sondern Zeit kosten (und damit auch Geld, falls ein Lektor mit der Bearbeitung beauftragt wurde).

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